Jufi-Hike durch Schleswig-Holstein

Erschienen am 21. Dezember 2021 in Sommerfahrten

admin

 

Am 3. Juni ging es endlich los. Wir trafen uns an der Gemeinde, packten alle unsere Sachen in die Bullis und fuhren los in Richtung Rendsburg. Nach circa einer Stunde waren wir bereits am Ziel. Die Jufis scherzten schon, dass das ja wohl kein besonders langer Hike werden könnte, wenn wir es innerhalb einer Stunde mit dem Auto nach Rendsburg geschafft hatten. In Rendsburg angekommen stellten alle ihre Rucksäcke vor sich hin und das Allgemein-Material wurde verteilt. Im Anschluss erhielten die Jufis Karte und Kompass. Die erste Schwierigkeit bestand darin festzustellen, wo genau wir eigentlich waren. Nach ein wenig Gegrübel und dem Fragen einiger Passanten war uns klar, dass wir nördlich des Nord-Ostsee-Kanals sein mussten. Das erste Ziel war also klar. Wir gingen in Richtung Nord-Ostsee-Kanal-Fußgängertunnel. Dahinter ging es nach einer kurzen Pause und dem Betrachten vorbeifahrender Schiffe dann weiter in Richtung Süden. Wir liefen durch viele Wälder und Felder. Gegen 16:00 Uhr hatten wir unser Tagesziel erreicht. Es wurde Zeit nach einem Schlafplatz zu suchen. Da wir gerade an einem Bauernhof vorbei gingen entschlossen sich einige Jufis ihren Mut zusammen zu nehmen und den Bauern zu fragen, ob wir auf einem seiner Felder übernachten können. Der Bauer war außerordentlich freundlich und bot uns nicht einen Platz auf einem Feld an, sondern ein Stück Wiese in seinem Garten. Damit hatten wir den Luxus einer Toilette in der Scheune und eine Feuerschale, in der wir abends ein schönes Feuer machen konnten. Nach eine ordentlichen Portion Ravioli für jeden ging es für die Jufis auch schon ins Bett.

Der zweite Tag startete mit einem Frühstück, besteht aus Brot und Marmelade, bevor es dann weiter in Richtung Süden ging. Das Wetter war schön sonnig und warm und so macht das Wandern Spaß. Wir wanderten den gesamten Tag und legten zwischendurch immer wieder kleine Pausen ein. Gegen 15:00 Uhr hatten wir unser Etappenziel geschafft und machten uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Das gestaltete sich heute allerdings etwas schwieriger. Die ersten beiden Bauern erlaubten uns nicht auf ihren Feldern zu schlafen und so wanderten wir weiter, bis wir in eine kleine Ortschaft kamen. Am örtlichen Sportplatz standen zwei Frauen, die wir fragten, ob sie eine Idee hätten, wo wir übernachten können. Sie waren sofort Feuer und Flamme und boten uns die Pferdekoppel vor ihrem Haus an. Da eine der Beiden Vorstand im örtlichen Sportverein war, hatten wir außerdem die Möglichkeit die Toiletten und Duschen des Vereins zu nutzen. Den restlichen Nachmittag verbrachten die Jufis damit die Pferde zu streicheln, Fußball zu spielen und natürlich unser Abendessen vorzubereiten. Nach dem Abendessen ging es für alle Jufis frisch geduscht ins Bett.

Leider begann es in der Nacht stark zu regnen. Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen schnell unter der Plane zusammen, zogen uns unser Regensachen an und machten uns wieder auf den Weg. Wegen des Regen schafften wir unser Etappenziel nicht ganz. Wir machten viele Pausen, um nicht komplett durchnässt zu sein. Wir entschieden uns deshalb mit der Bahn nach Elmshorn zu fahren. Dort angekommen war das Wetter leider noch nicht besser. Wir nutzen unsere Zeit jedoch sinnvoll und erledigten die nötigen Einkäufe für die nächsten Tage. Da es immer noch regnete hatten die Jufis auch noch genug Zeit sich selbst Kleinigkeiten zu kaufen. Nachdem der Regen stark nachgelassen hatte und wir unser Mittagessen unter einer Brücke als Regenschutz durchführten, hörte es anschließend komplett auf zu regnen.  Nun ging es für uns in Richtung Osten, um aus Elmshorn rauszukommen. Kurz hinter Elmshorn fanden wir in einem Waldstück eine kleine Schutzhütte, die wir als geeignete Übernachtungsmöglichkeit nutzen.

Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen wieder zusammen und es ging weiter in Richtung Norderstedt. Allerdings beschwerten sich die Jufi-Leiter über den doch recht starken Geruch aller und so entschieden wir uns an dem Tag nicht so weit zu laufen, sondern nur bis zum nächsten Badesee in Barmstedt. Dort verbrachten wir ein Großteil des Tages mit in der Sonne liegen, Baden und Beach-Volleyball spielen. Der Tag neigte sich dem Ende entgegen und wir waren immer noch im Freibad. Also packten wir schnell unsere Sachen und machten uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Ein netter Milchbauer bot uns seine Wiese an, was wir dankend annahmen und bauten unsere Plane als Nachtlager auf. In einem kleinen Waldstück nicht weit von unserem Nachtlager bereiteten die Leiter Hot Dogs für uns vor. 

Zum Glück hatte es nachts nicht wieder geregnet. So hatten wir viel Energie und schafften unser Etappenziel in Kürze. Wir schliefen wieder auf der Koppel eines Bauerns und bereiteten das Versprechen für den kommenden Freitag vor. Da wir alle Lust hatten unter dem offenen Sternenhimmel zu schlafen und es nachts nicht regnen sollte, gingen wir das Risiko ein und bauten für die Nacht keine Plane auf. Am nächsten Morgen sind wir alle trocken aufgewacht und es ging weiter. Es ging durch das Himmelmoor in Richtung Quickborn. Dort angekommen kauften wir erneut ein. Da noch genug Zeit war und wir einen Großteil der Strecke hinter uns gelegt hatten, besuchten wir das Freibad. Nach unserem Freibadbesuch machten wir uns auf in Richtung Norderstedt und auf die Suche nach einem Schlafplatz. Das Wetter drehte sich leider wieder und wechselte von strahlendem Sonnenschein in starken Regen. Das erschwerte unser Schlafplatz suche. Dennoch fanden wir auf einem Pferdehof eine Wiese, auf der wir unsere Plane aufbauen konnten. Als kleiner Stimmungsaufheller gab es Milchreis, den wir ausnahmsweise unter der Plane und auf unseren Betten gegessen haben. Da es stark regnete und wir nichts weiter tun konnten gingen wir früh ins Bett.

Am nächsten Morgen hatte sich der Regen zum Glück gelegt und die meisten sind nachts unter der Plane doch recht trocken geblieben. Wir wanderten weiter in Richtung Norderstedt. Im Rantzauer Forst angekommen breiteten wir unsere Sachen unter dem bereits aufgebauten Zelt aus. Wir hatten unser Ziel erreicht und die Jufis hatten Freizeit. Manche spielten im Wald, andere mit dem Ball auf der Wiese, und einige werkelten noch an ihrem Versprechen. Am Abend war es dann so weit und nach dem Abendessen wurde ein Feuer angemacht. Janne, einer unserer Vorstände stellte sich vor das Feuer und alle legten nacheinander ihre Versprechen ab, sodass im Anschluss viele neue blaue Jufi- und graue Leiterhalstücher verteilt waren. Den Abend ließen wir am Feuer ausklingen.

Am letzten Morgen unserer Jufi-Stufenfahrt wachten alle trocken unter dem Zelt auf. Es wurde nochmals gefrühstückt, um anschließend alle Sachen zusammenzupacken und die Toiletten zu putzen. Zum Abschluss gab es noch eine Reflexion. Dann war das Sommerlager auch schon vorbei und die Jufis wurden von ihren Eltern müde, aber glücklich, dass sie es von Rendsburg bis nach Norderstedt geschafft hatten, abgeholt.

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